Ein KI-Tonchecker für neurodivergente Erwachsene
Subtext ist ein KI-Tonchecker für neurodivergente Erwachsene, die wirklich Zeit damit verbringen, abzuschätzen, wie eine Nachricht ankommt. Es liest, was du schon geschrieben hast, markiert die genauen Worte, die anders verstanden werden können, als du sie gemeint hast, und sagt dir, warum. Danach bekommst du drei fertige Versionen zur Auswahl, jede mit ihrer eigenen Einschätzung: kann so raus oder vor dem Senden prüfen. Es verschickt nie etwas für dich.
Auf iPhone, Android und im Browser. Nichts von dem, was du schreibst, wird zum Training eines KI-Modells verwendet.
Warum eine Nachricht mit zwei Zeilen zwanzig Minuten dauern kann
Forschende an der Tufts University haben einen KI-Prototyp fürs Texten für autistische Erwachsene gebaut und das Problem nüchtern beschrieben: Ton in Text zu transportieren und ihn wieder herauszulesen kostet bewusste Anstrengung, und viele autistische Menschen maskieren ihren natürlichen Stil, um nicht falsch verstanden zu werden. Dieses Maskieren kostet Zeit und Kraft. Damian Miltons Double-Empathy-Problem beschreibt die andere Hälfte davon: Das Missverstehen läuft in beide Richtungen, und es zum Defizit einer einzelnen Person zu erklären, ist eine Entscheidung und kein Befund. Subtext arbeitet an der Nachricht, nicht an dir. Der ausführliche Artikel über AuDHD und Kommunikation geht die Forschung gründlich durch.
Füg den langen, unbearbeiteten Entwurf ein
Du musst ihn vorher nicht aufräumen. Subtext liest das Ganze, benennt, was den Ton bestimmt, und gibt dir etwas Klares zurück, das immer noch nach dir klingt und nicht nach Serienbrief. Die Bewertungen, in denen ADHS vorkommt, sagen fast alle dasselbe: Ein langer, chaotischer Entwurf geht rein, etwas Geordnetes kommt zurück, und es klingt immer noch erkennbar nach der Person selbst.
Funktioniert das auch für Slack und geschäftliche E-Mails?
Ja. Es ist für Nachrichten zwischen Menschen gebaut, nicht für Dokumente, also passen Slack, geschäftliche E-Mails, Feedback und Nachfassen genauso. Eine Person schreibt in ihrer Bewertung, Kolleginnen und Kollegen hätten von sich aus erwähnt, dass ihren Slack-Nachrichten inzwischen leichter zu folgen ist, und das ist die Art von Veränderung, die man absichtlich kaum hinbekommt.
Kann es mir sagen, ob jemand sauer auf mich ist?
Nicht verlässlich, und das kann kein Tool. Subtext liest Sprache, keine Gedanken. Füg einen Screenshot eines Verlaufs ein, und es fasst zusammen, worum die andere Person dich bittet, was echt hilft, wenn eine lange Nachricht schwer zu sortieren ist. Was sie insgeheim fühlt, sagt es dir nicht, und jedes Produkt, das etwas anderes behauptet, rät. Die Forschung dazu, wie man Wut in Text hineinliest zeigt, warum diese Lücke so groß ist.
Ist das Therapie?
Nein, und so steht es auch in den Nutzungsbedingungen. Subtext ist ein Schreibwerkzeug. Es leistet keine Therapie, keine Diagnose und keine medizinische Beratung. Wenn dich das Nochmal-Lesen und Nochmal-Prüfen von Nachrichten ganze Abende kostet, ist das kein Formulierungsproblem mehr, und eine Ärztin, ein Arzt oder eine Therapeutin hilft dir dabei besser als eine App.
Subtext läuft in 17+ Sprachen, muttersprachlich statt übersetzt, und bleibt bei der Anrede und dem Formalitätsgrad, in dem du geschrieben hast. Der Einstieg ist kostenlos.
Da, wo du sie brauchst
Subtext ist zuerst fürs Handy gebaut. Dein Konto funktioniert danach auch im Browser.
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